Millionen-Versprechen und falsche BKA-Mitarbeiter: Telefonbetrüger erbeuten fast 12.000 Euro

Halbinsel Fischland-Darß-Zingst (ots). Gleich zwei Fälle von Telefonbetrug sind der Polizei am gestrigen Tag bekannt geworden. In beiden Fällen gelang es den bislang unbekannten Tätern, ihre Opfer zur Überweisung von Geld zu bewegen. Die Geschädigten wohnen auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst. Die Polizei hat in beiden Fällen Ermittlungen wegen des Verdachts des Betruges aufgenommen.

Im ersten Fall meldete sich ein 89-jähriger Hinweisgeber bei der Polizei. Zuvor hatte er einen Anruf von bislang unbekannten Tätern erhalten. Diese teilten ihm mit, dass sich auf einem vermeintlichen Kryptowährungskonto ein Sparguthaben in Höhe von rund 1,6 Millionen Euro befinde. Das Geld könne ihm ausgezahlt werden, allerdings müsse er zuvor Gebühren in Höhe von fast 2.000 Euro entrichten. Der 89-Jährige schenkte den Angaben Glauben und überwies die geforderte Summe. Erst im weiteren Verlauf stellte er fest, dass es sich um eine Betrugsmasche handelte.

In einem zweiten Fall gaben sich die Täter am Telefon als vermeintliche Mitarbeiter des Bundeskriminalamtes (BKA) aus. Dem 47-jährigen Geschädigten wurde mitgeteilt, dass gegen ihn ein Verfahren wegen angeblichen Lottobetruges anhängig sei. Um weitere Maßnahmen zu verhindern, sollte er einen Betrag von knapp 5.000 Euro überweisen.

Aus Angst vor den angedrohten Konsequenzen kam der Geschädigte der Aufforderung nach und überwies die geforderte Summe. Anschließend meldeten sich die falschen BKA-Mitarbeiter erneut bei ihm und forderten nochmals knapp 5.000 Euro. Mit der erneuten Zahlung könne die Fahndung nach ihm gelöscht werden, so die Täter. Auch diesen Betrag überwies der Geschädigte. Damit entstand in diesem Fall ein finanzieller Schaden von knapp 10.000 Euro. Die Polizei ermittelt auch hier wegen des Verdachts des Betruges.

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