Polizei warnt vor Betrug durch falsche Onlineshops

Neubrandenburg (ots). Werkzeug, Brillen, Spielzeug oder Haushaltsgeräte – im Internet gibt es inzwischen fast nichts mehr, was es nicht gibt. Doch eben das Nichts wird immer häufiger zum Problem. Seit einigen Jahren verzeichnet die Polizei vermehrt Betrugsstraftaten im Zusammenhang mit sogenannten Fake Shops. Fake Shops sind Webseiten, die vortäuschen ein echter Onlinehandel zu sein. Die dort angebotenen Waren sind teilweise besonders günstig – meist im Falle von Designartikeln oder Markenprodukten. In vielen Fällen geht es dabei um den Verkauf von technischen Geräten wie Spielekonsolen oder Küchenmaschinen. Aber auch Kinderroller, E-Bikes oder Bekleidung werden erst online bestellt, nach der Bezahlung aber oftmals nie verschickt.

Mittlerweile sind jedoch auch Brennstoffe für die Täter von Interesse. So gab es allein in den vergangenen zwei Jahren 2022 und 2023 mehr als 40 Straftaten im Zusammenhang mit dem Onlinekauf von Heizöl, Kohlen, Brennholz oder Holzkohlebriketts. Der Gesamtschaden beläuft sich dabei auf mehr als 30.000 Euro. Auffällig dabei ist, dass erst im vergangenen Jahr der Fake Shop-Handel mit Heizöl zunahm. Im Jahr davor lag der Schwerpunkt bei den zur Anzeige gebrachten Verfahren in Bezug auf Brennstoffe auf dem Anbieten von Kaminholz oder Briketts.

Fake Shops werden nur zum Zweck des Betrugs aufgesetzt und danach meist schnell wieder gelöscht. Das Problem: Sie sehen täuschend echt aus und bieten darüber hinaus mitunter als sicher angesehene Zahlverfahren wie PayPal oder Klarna an. Ein Betrug ist daher nicht immer sofort ersichtlich.

Die Polizei rät, bei noch unbekannten Shops vor dem Kauf genau zu prüfen, um welche Seite es sich handelt. Ein Blick auf das Impressum könnte helfen. Oftmals fehlt dieses bei Fake Shops. Dasselbe gilt für AGBs. Fehlen diese oder sind sie nicht auf Deutsch verfasst, sollte man dort nicht bestellen. Wer immer noch unsicher ist, kann auch den Fake Shop-Finder der Verbraucherzentrale unter https://www.verbraucherzentrale.de/fakeshopfinder nutzen. Dort kann man die Adresse des Onlineshops in ein Suchfeld eingeben und erhält Hinweise dazu, ob es sich um eine echte Website oder möglicherweise um einen Fake Shop handelt.

Polizei warnt vor vermehrtem Onlinebetrug durch angebliche Microsoft-Mitarbeiter

Ribnitz-Damgarten (ots). Wenn der Computer plötzlich streikt und Fehlermeldungen auf dem Bildschirm erscheinen, sind viele Menschen oftmals ratlos. Gut, wenn da der technische Support sofort zur Stelle ist. Doch leider erwies sich dieser in der vergangenen Zeit immer häufiger als Betrug.

So auch vor einigen Tagen bei einer 68-Jährigen aus Ribnitz-Damgarten. Der noch unbekannte Täter gab an, von der Firma Microsoft zu sein. Die Geschädigte bezahlte die technische Unterstützung, indem sie Xbox Geschenkkarten im Wert von mehreren hunderten Euro kaufte. Außerdem stellte sie dem Täter die Zugangsdaten für ihr Onlinebanking zur Verfügung. So wurden tags darauf mehrere Abbuchungen von ihrem Konto vorgenommen.

Bei einer 48-Jährigen, auch aus Ribnitz-Damgarten, kam es Anfang der Woche zu einem ähnlichen Fall. Dabei wurden, ebenfalls durch einen angeblichen Microsoft-Mitarbeiter, mittels Fernzugriff auf ihren Computer verschiedene Geldbeträge mit einem Gesamtwert von knapp 900 Euro vom Bankkonto der Geschädigten abgehoben. In beiden Fällen ermittelt die Kriminalpolizei Anklam.

Die Polizei rät daher zur Vorsicht. In den vergangenen Jahren kam und kommt es immer wieder zu solchen Betrügen von angeblichen Microsoft-Mitarbeitern. Im Bereich des Polizeipräsidiums Neubrandenburg wurden in diesem Zusammenhang von 2021 bis 2023 knapp 400 Betrugsstraftaten mit einem Gesamtschaden von fast 250.000 Euro zur Anzeige gebracht.

Es wird empfohlen, eine Firewall, Antivirensoftware und sämtliche weitere Software regelmäßig zu aktualisieren. Wählen Sie sichere Passwörter, beziehungsweise wählen sie diese mit Bedacht aus. Öffnen Sie keine verdächtigen Anhänge und klicken Sie nicht auf ungewöhnliche Links in Nachrichten. Microsoft sendet keine E-Mails oder ruft Sie an, um persönliche oder finanzielle Informationen zu erfragen oder Support für Fehler auf Ihrem Computer anzubieten.

Warnung: Schockanrufe in Stralsund

Stralsund (ots). Vorsicht! Aktuell rufen Betrüger an! Seit den Mittagsstunden haben sich Betrüger offenbar mal wieder den Landkreis Vorpommern-Rügen vorgenommen. Zur Zeit erreichen uns vermehrt Anrufe von Bürgerinnen und Bürger aus dem Stadtgebiet Stralsund. Glücklicherweise erkannten die Angerufenen die Masche und blieben ohne Schaden.

Bislang versuchten die Betrüger mit der typischen Variante des angeblich schweren Verkehrsunfalls des Sohnes oder der Tochter an das Geld der Angerufenen zu gelangen. In diesen Fällen ist es so, dass die Betrüger, sobald sich jemand auf das Gespräch einlässt, an angebliche Polizeibeamte, Richter oder Staatsanwälte weitervermittelt und diese dann eine Kaution zur Abwendung der Haft anbieten.

Achtung! Weder die Polizei, noch die Staatsanwaltschaft, noch ein Gericht rufen Sie an, um über einen solchen Sachverhalt zu informieren oder mit Ihnen um die Zahlung einer Kaution zu „verhandeln“. Wer nicht Opfer von Betrügern am Telefon werden will, verhält sich am besten so, wie die bislang Angerufenen aus Stralsund. Legen Sie auf und informierten Sie die Polizei!

Sassnitzer um mehrere tausend Euro betrogen

Sassnitz (ots). Am 06.06.2023 zeigte ein 73-Jähriger Mann aus Sassnitz im Polizeirevier einen Betrug an, wodurch er leider insgesamt mehr als 15.000 Euro verlor. Innerhalb der vergangenen Wochen erhielt der Sassnitzer mehrere Anrufe sowohl von weiblichen als auch von männlichen Betrügenden. Ihm sei offeriert worden, dass er vor einigen Jahren ein Bitcoin-Konto angelegt hätte, auf welchem sich nun über 100.000 Euro befänden. Um diese zu erhalten, wäre allerdings eine „Sicherheitszahlung“ notwendig, welche der 73-Jährige mit mehreren Überweisungen und viele tausende Euro tätigte. Das versprochene Geld erhielt er jedoch bis heute nicht und erstattete aus diesem Grund Anzeige.

Zwei Mal „getankt“ und doppelt bestraft

Stralsund/Baabe (ots). Am 06.06.2023 fiel den Polizeibeamten des Revieres Sassnitz gegen 20:00 Uhr in Baabe ein PKW der Marke Mercedes auf. Den Polizisten war bekannt, dass dieses Fahrzeug im Verdacht stand am Morgen des gleichen Tages in Stralsund einen Tankbetrug begangen zu haben. Aus diesem Grund entschlossen sich die Beamten zu einer Verkehrskontrolle des Autos. Während des Gesprächs stellten die Polizisten in der Atemluft des 41-jährigen Mannes erheblichen Alkoholgeruch fest. Dies stritt der Mann von der Insel Rügen erst noch ab und tat sich schwer bei der Beatmung des Messgeräts, bis letztlich ein Wert von 1,12 Promille zu Buche stand.

Dem Fahrer wurde zur Beweissicherung eine Blutprobe entnommen, die Weiterfahrt untersagt und der Führerschein sichergestellt. Zukünftig muss sich der Mann, der vermutlich am Morgen erst Kraftstoff und später dann Alkohol „tankte“, wegen des Verdachts des Betrugs und der Trunkenheit im Straßenverkehr verantworten.

Vorsicht vor manipulierten Geldautomaten in Stralsund

Stralsund (ots). Die Kriminalpolizei in Stralsund hat am 25.05.2023 strafrechtliche Ermittlungen zum Verdacht von zwei manipulierten Geldautomaten der Deutschen Bank aufgenommen. Gegen 13:30 Uhr erhielt das Polizeihauptrevier Stralsund die Mitteilung darüber, dass es dem oder den bislang unbekannten Tatverdächtigen gelungen ist, das Geld von mindestens zwei Geschädigten zu erlangen. Dabei manipulierten der oder die Unbekannten die beiden Automaten in Stralsund in der Weise, dass die Ausgabe des Geldes aus dem Automaten verhindert wurde. Dadurch ist ein gegenwärtiger Gesamtsachschaden von 150 Euro entstanden. Die beiden betroffenen Geräte wurden wiederinstandgesetzt. Die Ermittlungen zu dem oder den Tatverdächtigen dauern an. Aus ermittlungstaktischen Gründen können derzeit keine weiteren Details zur Begehungsweise bekannt gegeben werden.

Die Polizei warnt in diesem Zusammenhang jedoch vor manipulierten Geldautomaten und mahnt zur Vorsicht beim Abheben von Bargeld:

  • Seien Sie vorsichtig mit Ihren Zahlungsdaten. Bewahren Sie Ihre
    Geldkarte und Ihre PIN nie gemeinsam auf.
  • Nutzen Sie Geldautomaten nicht, wenn Ihnen an dem Gerät etwas
    komisch vorkommt. Überprüfen Sie immer den Geldautomaten auf
    ungewöhnliche Verblendungen oder Leisten. Versuchen Sie leicht daran
    zu ziehen, oft sind diese nicht fest angebracht.
  • Achten Sie bei der PIN-Eingabe darauf, nicht von anderen beobachtet
    zu werden. Sorgen Sie für einen ausreichenden Sicherheitsabstand zum
    nächsten Kunden. Bitten Sie aufdringliche Personen oder angebliche
    Helfer höflich aber bestimmt, auf Distanz zu bleiben.
  • Schützen Sie die PIN-Eingabe immer mit Ihrer freien Hand über der
    die Zahlenfolge eingebenden Hand.
  • Kontrollieren Sie regelmäßig Ihre Abbuchungen auf Ihrem Konto.
    Wenden Sie sich bei Auffälligkeiten sofort bei Ihrer Bank.
  • Bei dem Verdacht des Ausspähens Ihrer Kartendaten lassen Sie Ihre
    Karte bitte umgehend über Ihre Bank bzw. den bundesweiten Sperrnotruf
    116 116 sperren und erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.

„Military Love Scamming“ – Mann verliert mehrere Tausende Euro

Insel Rügen (ots) Sie schrieb ihn bei Instagram an, wollte ihn näher kennenlernen und fragte ihn, wie es ihm geht. Was zunächst völlig unverfänglich begann, entpuppte sich später als gezielter Betrug, bei dem ein Mann von der Insel Rügen mehrere Tausende Euro verlor. Er ist Opfer von Military Love Scamming geworden. Military Love Scamming ist bei Betrügern äußerst beliebt. Sie nutzen oftmals gestohlene Fotos von echten Veteranen oder aktiven US-Soldatinnen und Soldaten in Uniform und legen damit illegale Profile für Fake-Accounts an. Mit dem jeweiligen Account nehmen sie zu alleinstehenden Männern und Frauen in Deutschland Kontakt auf und bauen Vertrauen und eine augenscheinlich persönliche Beziehung auf. Dann benötigt der Chat-Partner dringend Geld. Die Gründe dafür sind vielfältig – mal können sie nicht auf ihr Bankkonto zugreifen und benötigen Hilfe, um in die USA zurück zu kommen oder wollen, dass man ein wertvolles Paket für sie aufbewahrt oder für die Reisekosten für einen Besuch aufkommt.

Die Geldforderungen kommen dabei nicht immer nur von der mittlerweile vertrauten Person selbst, sondern auch von Notaren, kommandierenden Offizieren oder sonstigen dritten Personen. Das wirkt authentischer. Egal welche Geschichte dem Opfer aufgetischt wird – allen ist gemein, dass sie diese glauben und hohe Summen überweisen. Manchmal das ganze Ersparte. Mitunter leihen sich Opfer Geld oder nehmen Kredite auf, um weitere Überweisungen vornehmen zu können. Oft in der Hoffnung, dass die charmante Soldatin oder der charmante Soldat eines Tages zu Besuch nach Deutschland kommt und so die Einsamkeit endet.

So erging es auch einen 37-jährigen polnischen Mann von der Insel Rügen, der über Instagram von einer vermeintlichen US-Soldatin angeschrieben wurde. Nach einiger Zeit wollte sie ihm ein Paket schicken. Der Inhalt – eine hohe Summe Bargeld und ein Grundbuchauszug von einem Haus auf Hawaii. Sie bat ihn, das Paket für sie aufzubewahren. Das Problem, dass Paket sei im Zoll stecken geblieben und eine Gebühr in Höhe von 15.000 Euro fällig. Der 37-jährige Mann lieh sich Geld und überwies knapp 7.000 Euro auf ein ausländisches Konto. Doch damit nicht genug. Weil er nicht die gesamte Zollgebühr aufbringen konnte, schlug ihm die vermeintliche Soldatin vor, sich zu prostituieren und so die Reststumme zu erwirtschaften. Nun ermittelt die Kriminalpolizei wegen Betrug.

Polizei sucht Zeugen zu drei tatverdächtigen Frauen nach einer Trickstraftat

Bergen/Rügen (ots). Bereits am vergangenen Dienstag (07.03.2023) kam es gegen 12:00 Uhr in der Kurt-Barthel-Straße in Bergen zu einem erfolgreichen Trickdiebstahl. Dabei wurde einer 83-jährigen Rentnerin ein fünfstelliger Bargeld Betrag entwendet. Nach jetzigem Stand der Ermittlungen wurde die Tat gemeinschaftlich von drei Frauen begangen. Die Täterinnen haben sich als angebliche Teppichhändlerinnen ausgegeben und hatte auch drei Exemplare dabei.

Die Tatverdächtigen werden wie folgt beschrieben: Eine Dame wird auf etwa 45 Jahre geschätzt, die anderen beiden Frauen auf etwa 18 bis 20 Jahre. Alle drei hatten offensichtlich einen südländischen Phänotyp und dunkles langes Haar. Die Täterinnen waren stabiler Statur.

Zur Aufklärung dieser Tat und auch zur Verhinderung weiterer ähnlicher Delikte, sucht die Kriminalpolizei nun Zeugen und bittet die Bevölkerung um Mithilfe. Die Polizei möchte wissen, wer kann Angaben zu diesen Personen machen? Sind bei Ihnen in der letzten Zeit derartige Personen auffällig gewesen? Wurde im Tatzeitraum auch an Ihrer Wohnungstür geklingelt oder geklopft? Wer hat die beschriebenen Personen gesehen und kann Hinweise zu weiteren Personen oder Fahrzeugen geben? Hinweise nimmt die Polizei in Bergen unter 03838/8100 oder über die Onlinewache unter www.polizei.mvnet.de entgegen.

Etliche Schockanrufe im Landkreis Vorpommern-Rügen – 60.000 Euro in bar übergeben

Landkreis Vorpommern-Rügen (ots). Ab etwa 10:30 Uhr gingen am heutigen Donnerstag (02.03.2023) bei etlichen Haushalten im Landkreis Vorpommern-Rügen Anrufe von vermeintlichen Polizisten, mit immer der gleichen Betrugsmasche ein. Mindestens 15 Anzeigen wegen des Verdachts des versuchten Betruges haben die Polizisten der Reviere Stralsund, Barth, Grimmen und Bergen im Laufe des Tages aufgenommen.

Erfolgreich waren die Täter in mindestens einem Fall. Eine 85-jährige Frau von der Insel Rügen erhielt gegen 13:45 Uhr ein Anruf von einem vermeintlichen Polizisten. Ihr wurde mitgeteilt, dass ihr Enkel angeblich einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht habe und deshalb eine Kaution zur Freilassung fällig sei. Das veranlasste die geschockte Rentnerin dazu knapp 60.000 Euro Bargeld, welches sie Zuhause hatte an der Haustür einem unbekannten Mann zu übergeben. Nach jetzigem Stand der Ermittlungen kann der Täter wie folgt beschrieben werden: es handelt sich um einen 1,70 Meter großen Mann mit schlanker Statur, hellbraunen Haaren und ungepflegtem Aussehen. Er könnte im Alter zwischen 45 und 55 Jahren sein. Bekleidet war der Täter mit einer Jeans und einer dunklen Jacke. Nach ersten Erkenntnissen könnte dieser mit einem weißen Audi Kombi flüchtig sein. Nach der Geldübergabe bemerkte die geschädigte Seniorin den Betrug und verständigte die Polizei, um Strafanzeige zu erstatten. Die Kriminalpolizei übernimmt die weiteren Ermittlungen, unter anderem wegen des Verdachts des Betruges.

Die Polizei warnt vor solchen Anrufen mit Schocknachrichten und rät Betroffenen direkt aufzulegen und nicht auf die Anweisungen zu hören. Anschließend sollten Sie die 110 wählen oder zur nächsten Polizeidienststelle gehen, um den Sachverhalt anzuzeigen und sich Verhaltenshinweise von echten Polizeibeamtinnen und -beamten zu holen. Keinesfalls würden Angehörige der Polizei am Telefon Bargeld oder Bankdaten von Personen einfordern.

Polizei Stralsund warnt vor Wechselgeldbetrügern

Stralsund (ots). Die Täter kaufen Ware für einen geringen Betrag und bezahlen mit einem größeren Geldschein, oft einer 50-, 100- oder 200-Euro-Banknote. Nachdem das Verkaufspersonal das Wechselgeld bereits herausgegeben hat, stellen die Täter fest, dass sie doch noch Kleingeld dabeihaben, ihnen die Ware nicht mehr gefällt oder zu kostenintensiv ist und geben das Wechselgeld scheinbar zurück. Dabei wird das Verkaufspersonal derart abgelenkt, dass es nicht bemerkt, dass nicht der vollständige Betrag des Wechselgeldes zurückgegeben wird.

So zuletzt geschehen am 10.02.2023 gegen 17:45 Uhr bei einem Friseur und gegen 18:10 Uhr bei einem Optiker in der Innenstadt Stralsund. Die augenscheinlich allein auftretende Täterin bezahlte jeweils einen niedrigpreisigen Artikel mit einer 200-Euro-Banknote. Nachdem die Verkäufer die Waren boniert und das Wechselgeld übergeben hatten, schrieb die Täterin auf die Bons einen Betrag von 5 Euro und signalisierte, dass die gekaufte Ware zu teuer sei. Daraufhin wurden die Käufe rückgängig gemacht, die 200-Euro-Banknote zurückgegeben und das Wechselgeld wieder entgegengenommen. Dabei gelang es der Täterin, einen Teil des Wechselgeldes einzubehalten. Die Verkäufer nahmen den Verlust erst wahr, als die Täterin bereits das Geschäft verlassen hatte.

Sie beschrieben die Täterin folgendermaßen: etwa 25 Jahre alt, ca. 165 cm groß, schlank, schwarze Oberbekleidung, dunkle Hose, stark geschminkt, grau-beiges Kopftuch, südländischer Phänotyp, sprach gebrochen Deutsch.

Wer hat diese Handlungen beobachtet und kann Hinweise zur Täterin geben? Wer war als Firma oder Geschäft zur genannten Zeit im unmittelbaren Umkreis sogar noch betroffen? Zeugen und Geschädigte werden gebeten sich bei der Polizei in Stralsund unter 03831/28900, der Onlinewache oder jeder anderen Polizeidienststelle zu melden.

Augen auf beim Handykauf

Stralsund (ots). Am Donnerstag, dem 23.02.2023 wurde der Stralsunder Polizei gemeldet, dass ein 31-jähriger Mann augenscheinlich in eine Falle beim Handykauf tappte. Über eine Internetplattform wurde der Geschädigte auf eine kostengünstige Anzeige eines iPhone 14 Pro Max aufmerksam. Er vereinbarte mit dem Verkäufer einen Termin zur Übergabe des vermeintlichen iPhones und gab dem Verkäufer am Übergabeort die vereinbarten 900 Euro. Um das Handy direkt zu schützen, ließ er sich noch in einem Laden eine Schutzfolie auf das Display ziehen. Zuhause angekommen, startete er das iPhone zum ersten Mal und wurde sich seines Fehlkaufes bewusst. Das iPhone war zu seinem Entsetzen gar nicht mit dem markeneigenen Betriebssystem ausgestattet, sondern mit einem anderen.

Die Masche mit der Liebe – Frau fällt auf Betrüger rein und verliert mehrere Tausend Euro

Rügen (ots). Was anfänglich als virtueller Flirt begann, hat für eine Frau von der Insel Rügen offensichtlich mit einem bösen Erwachen und dem Verlust von mehreren Tausend Euro geendet. Sie ist Opfer von Love-Scamming geworden. Das sogenannte Love-Scamming fängt in der Regel harmlos an. Die Scammer suchen auf Online-Partnerbörsen, in sozialen Netzwerken wie Instagram, Snapchat, Facebook und Co. nach potentiellen Opfern. Eine kurze Online-Einladung zum Chat oder eine nette Nachricht dient vielen als Erstkontakt. Was folgt sind ungewöhnliche Lebensgeschichten, die zunächst auch einen seriösen Eindruck hinterlassen.

So erging es auch einer 40-jährigen Frau aus dem Bereich der Gemeinde Poseritz, die im letzten Jahr über Instagram einen Mann kennenlernte, welcher angeblich Angehöriger des US-Militärs sei. Mit Schmeicheleien und Versprechungen gewann er das Vertrauen der Frau. Über mehrere Monate überzeugte der Täter die Geschädigte durch geschickte Kommunikation, mehrere Überweisungen zu tätigen. Letztendlich kam die Geschädigte um einen fünfstelligen Betrag zu Schaden. Nun ermittelt die Kriminalpolizei wegen Betrug.

Die Polizei rät: Grundsätzlich sollte man Menschen, die man nie persönlich kennengelernt oder gesehen hat, kein Geld überweisen oder auf sonstige Forderungen eingehen. Gerade im Internet tummeln sich viele Betrüger, die an der Gutgläubigkeit ihrer Mitmenschen Geld verdienen wollen. Seien Sie also immer misstrauisch und hinterfragen sie Sachverhalte kritisch. Sagen Sie „Nein“, wenn Onlinepartner Geld fordern. Vertrauen Sie sich Familienangehörigen oder Freunden an und fragen Sie im Zweifel bei der Polizei nach. Oftmals kann ein Scammer bereits durch eine Internetrecherche als solcher entlarvt werden. Geben Sie hierzu einfach den Namen der Internetbekanntschaft und den Zusatz „Scammer“ ein und/oder nutzten Sie die Online Bildersuche. Gehen Sie in keinen Fall auf die Forderungen ein. Ignorieren Sie diese. Wir empfehlen zudem alle Chatverläufe, Emails und Co. zu sichern und Strafanzeige bei der Polizei zu erstatten.

Betrug über WhatsApp bleibt weiterhin erfolgreich

Landkreis Vorpommern-Rügen (ots). „Hallo Mama, mein Handy ist kaputt. Das ist meine neue Nummer.“. So oder so ähnlich beginnen die Messenger-Nachrichten, versandt von einer unbekannten Nummer. Der Gedanke an die eigene Tochter oder den Sohn lässt viele der unbekannten Nummer antworten. Die Kriminellen bitten im Namen einer Tochter, eines Sohnes oder eines anderen Familienmitglieds erst die neue Nummer zu speichern und anschließend um Geld. Bei dieser Betrugsmasche per WhatsApp, erklären die Täter, dass auf dem neuen Handy kein Online-Banking möglich sei. Sie bitten, um Überweisung eines Geldbetrag, in der Regel in Echtzeit. Nahezu täglich kommt es im Bereich der Polizeiinspektion Stralsund zu Anzeigen dieser Masche und leider auch immer noch zu Opfern, die in der Regel eine vierstellige Geldsumme überweisen.

So auch am 31.01.2023 in Ribnitz-Damgarten. Dort bekam eine 72-jährige Frau eben diese Nachricht. Daraufhin überwies die aus Berlin stammende Frau fast 2.400 Euro. Nachdem eine zweite Forderung in ähnlicher Höhe einging, wurde die Geschädigte misstrauisch und zeigte den Betrug bei der Polizei an. Ein 64-jähriger Mann aus der Gemeinde Süderholz erkannte die Masche glücklicherweise und überwies die geforderten 2.100 Euro nicht, sondert zeigte die Tat bei der Grimmener Polizei an.

Um sich vor diesem Betrug zu schützen, rät die Polizei:

  • Sein Sie misstrauisch bei Nachrichten von unbekannten Nummern!
  • Rufen Sie die betreffende Person (z. B. Tochter oder Sohn) auch
    unter der alten Telefonnummer an und vergewissern sich!
  • Stellen Sie persönliche Fragen, die nur von der betreffenden
    Person beantwortet werden können!
  • Sollten Zweifel bestehen, melden Sie den Vorfall der Polizei!
  • Sollte bereits Geld überwiesen worden sein, setzten Sie sich
    umgehend mit der Bank und der Polizei in Verbindung.

Seit Jahresbeginn wurden der Polizei im Landkreis Vorpommern-Rügen 26 Taten dieser Masche angezeigt, welche in sieben Fällen erfolgreich waren und ein Schaden von mindestens 24.000 Euro verursacht haben. Bei 19 Taten blieb es beim Versuch des Betrugs.

Zwei unterschiedliche Betrugsmaschen bringen Opfer um ihr Geld

Insel Rügen (ots). Am 17.01.2023 wurden der Polizei gleich zwei Betrugsmaschen gemeldet, die für die Täter zum Erfolg führte und die Opfer um insgesamt 3.500 Euro brachten. Bei der ersten Tat bekam ein 62-jähriger Mann beim Surfen im Internet die Meldung, dass sein Computer gehackt wurde und er seinen Personalausweis übermitteln solle. Für eine angebliche Serviceleistung sollte er unter einer fadenscheinigen Begründung die Codes von Stream-Karten übermitteln. Der von der Insel Rügen stammende Mann kam dieser Forderung nach und verlor so 1.000 Euro. Durch weitere Überweisungen von seinem Konto verlor er fast 500 weitere Euro.

Auf den Betrug per WhatsApp fiel eine 72-jährige Frau rein. Die Frau von der Insel Rügen bekam eine Nachricht auf ihr Handy. Mit der altbekannten Masche: Die angebliche Tochter meldete sich und behauptete, eine neue Handynummer zu haben, da ihr Handy kaputt sei und deswegen eine eilige Überweisung nicht selbst vornehmen zu können. Die Mama wird per Textnachricht darum gebeten, das zu übernehmen. Im Glauben, tatsächlich mit ihrer Tochter zu kommunizieren, hat die Frau fast 2.000 Euro überwiesen.

Zum Thema WhatsApp-Betrug rät die Polizei: Bleiben Sie misstrauisch bei Nachrichten dieser Art, die per SMS, Anruf, WhatsApp oder sonstige Messenger-Dienste ankommen. Speichern Sie vermeintlich neue Nummer von Verwandten nicht sofort ab, sondern fragen sie unter der altbekannten Nummer nach, ob das mit der neuen Nummer stimmt. Stellen Sie bei solchen Nachrichten Fragen, die wirklich nur der echte Sohn, die echte Tochter oder sonstige Angehörige beantworten könnten. Im Zweifel fliegt der Schwindel so auf.

Im Zusammenhang mit unbaren Zahlungsmethoden informiert die Polizei darüber, dass Täter ihre Opfer dazu auffordern, Prepaid-Karten für Online-Käufe, wie zum Beispiel paysafecard oder so genannte Steam-Karten zu erwerben. Diese Karten gibt es als Gutscheine an vielen Tankstellen sowie in Einzelhandelsgeschäften. Mit dem paysafecard-Gutschein erhält der Käufer eine individuelle Nummer (PIN). Diese Nummer ist quasi Bargeld, denn wer sie hat, kann damit im Internet einkaufen. Deshalb erfragen die Betrüger unter einem Vorwand die Gutschein-Nummer bei ihren Opfern, um damit im Internet auf Einkaufstour gehen zu können.

Öffentlichkeitsfahndung nach mutmaßlichem Straftäter

Polizeipräsidium Neubrandenburg (ots). Am 12. Mai 2022 kam es gegen 12:50 Uhr mit einer zuvor entwendeten EC-Karte zu einer unberechtigten Bargeldabhebung an einem Automaten im Frankendamm in Stralsund. Entsprechende Anzeigen wurden erstattet und die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Das Landgericht Stralsund erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft Stralsund einen entsprechenden Beschluss zur Veröffentlichung der Fotos des Gesuchten. Mit Hilfe der Öffentlichkeit erhofft sich die Polizei Hinweise von der Bevölkerung, die zur Identifizierung der Person führen. Wer Angaben zu der abgebildeten Person machen kann, melde sich bitte im Polizeihauptrevier Stralsund unter der Telefonnummer 03831/28900, bei jeder anderen Polizeidienststelle oder im Internet unter www.polizei.mvnet.de.

Foto: PI Stralsund

Schockanruf bringt Rentnerehepaar um ihr Erspartes

Stralsund/Rügen (ots). Ein 80-Jähriger von der Insel Rügen erhielt am gestrigen Dienstag (04.10.2022) gegen 13:00 Uhr ein Anruf von einer vermeintlichen Polizistin. Ihm wurde mitgeteilt, dass seine Tochter angeblich einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht habe und nun bei Gericht sitze. In einem anschließenden Telefonat mit einem vermeintlichen Oberstaatsanwalt wurde dem geschockten Rentner mitgeteilt, dass seine Tochter gegen die Zahlung eine hohen Summe Bargeld nicht in Untersuchungshaft genommen werde. Das veranlasste den Senior dazu 10.000 Euro Bargeld, welches er Zuhause hatte einzupacken und zu einem naheliegenden Geldinstitut zu fahren. Dort hob der Deutsche dann weitere 20.000 Euro ab und übergab das Geld anschließend in der Nähe des Stralsunder Amtsgerichts an einen unbekannten Mann.

Nach jetzigem Stand der Ermittlungen kann der Täter wie folgt beschrieben werden: Es handelt sich um einen 1,70 Meter großen Mann mit dunkler Alltagskleidung und einer Umhängetasche, enganliegenden Haaren und einem runden Gesicht.

Nachdem die Tochter nach der Geldübergabe nicht bei ihren Eltern auftauchte, bemerkte das Ehepaar den Betrug und verständigte die Polizei, um Strafanzeige zu erstatten. Die Kriminalpolizei übernimmt die weiteren Ermittlungen, unter anderem wegen des Verdachts des Betruges.

Zahlungsschwierigkeiten enden hinter Gittern

Stralsund (ots). Am 14.09.2022 meldete ein Hotelmitarbeiter aus Stralsund gegen 10:00 Uhr über den Polizeinotruf einen Gast mit „Zahlungsschwierigkeiten“. Was nach einer harmlosen Streitigkeit klang, entwickelte sich für die Stralsunder Polizisten zu einem größeren Fall. Schnell erhärtete sich der Verdacht, dass der 27-jährige Mann den Hotelaufenthalt in der Stralsunder Altstadt bereits mit der Absicht buchte, diesen nicht zu bezahlen. Im weiteren Verlauf der Anzeigenaufnahme und der standardmäßigen Überprüfung der Person fiel auf, dass der aus Berlin stammende Mann bereits reichlich Kontakt mit der Polizei hatte, hauptsächlich wegen Betrugsdelikten. Weiterhin ermittelten die Beamten, dass gegen den Zechpreller augenscheinlich noch drei offene Haftbefehle bestehen und duzende unterschiedliche Fahndungen offen sind. Nach einer umfänglichen Prüfung und dem intensiven Austausch mit anderen ermittelnden Behörden wurde der „reisende Täter“ einem Richter am Amtsgericht Stralsund zur weiteren Entscheidung vorgeführt und landete anschließend in einer Justizvollzuganstalt.

Betrüger im Landkreis Vorpommern-Rügen erneut erfolgreich

Landkreis Vorpommern-Rügen (ots). Am 15.08.2022 erhielt die Polizei erneut Kenntnis von zwei Betrugsstraftaten, bei denen ein finanzieller Nachteil entstanden ist.

Laut derzeitigem Ermittlungsstand rief bereits am Sonnabend, dem 13.08.2022 ein Mann in einem Supermarkt in Stralsund an und gab sich als Mitarbeiter der Zentrale aus. Er gab an, Gutscheinkarten aus dem Sortiment überprüfen zu wollen und verlangte von einer Mitarbeiterin die Herausgabe der jeweiligen Codes für die Freischaltung der Karten. Die Frau machte auf insgesamt zehn Gutscheinkarten verschiedener Anbieter die Codes frei und teilte sie dem Anrufer mit. Erst später bemerkte sie, dass es sich um einen Betrug handelte. Der Gesamtschaden beträgt knapp 2.000 Euro.

Auch über den Messenger-Dienst „WhatsApp“ waren Betrüger am 15.08.2022 erneut erfolgreich. Bereits am Sonntag, dem 14.08.2022 erhielt ein 80-jähriger Mann eine Nachricht von einer ihm unbekannten Nummer. Der Absender gab sich als sein Sohn aus und teilte mit, dass er eine neue Telefonnummer habe. Der Senior aus Berlin speicherte diese Nummer in seinem Telefon ab. Am Montag, dem 15.08.2022 bat der vermeintliche Sohn um Überweisung eines Betrages in Höhe von 3.490 Euro auf ein litauisches Konto. Der 80-Jährige begab sich zu seiner Bank und überweis das Geld. Als er seinen Sohn erreichte, teilte der ihm mit, dass er nicht um Geld gebeten hat. Daraufhin erstattete er bei der Polizei in Ribnitz-Damgarten Strafanzeige.

In beiden Fällen hat die Kriminalpolizei die Ermittlungen wegen des Verdachts des Betruges aufgenommen.

Achtung bei vermeintlichen Schnäppchen

Stralsund (ots). „Wenn ein Angebot zu gut ist, um wahr zu sein, dann ist es das wahrscheinlich auch.“ Die Beachtung dieser Weisheit hätte einen 25-jährigen Mann vermutlich vor einem Betrug und finanziellen Schaden bewahrt. Der Stralsunder zeigte am gestrigen Dienstag, dem 05.07.2022 an, dass er über eine Internet Webseite eine Playstation 5 erwerben wollte. Das Angebot von nicht einmal 400 Euro war so verlockend, dass der junge Mann das Geld überwies und erst später feststellte, dass es sich vermutlich um eine Betrugsmasche und eine gefakte Webseite handelt. Der handelsübliche Preis für die Spielkonsole liegt im Marktvergleich mindestens beim anderthalbfachen bis doppelten des hier angebotenen „Schnäppchens“.

Die Polizei rät deshalb besonders beim Online-Shopping:

  • Keine Spontankäufe: Bevor Sie ein Produkt in den Warenkorb eines Online-Shops legen, sollten Sie den Preis des Produkts bei anderen Anbietern vergleichen.
  • Informieren Sie sich: Geben Sie den Namen des Online-Shops in eine Suchmaschine ein, dadurch können Sie negative Erfahrungen anderer Kunden herausfinden. In vielen Selbsthilfeforen erfahren Sie ebenfalls, ob Ihr gewählter Online-Händler unseriöse Geschäftspraktiken anwendet.
  • Wählen Sie sichere Zahlungswege: Der Kauf auf Rechnung kann vor Betrug durch Fake-Shops schützen. Getätigte Überweisungen können jedoch allenfalls kurzfristig rückgängig gemacht werden. Beim Lastschriftenverfahren können vorgenommene Abbuchungen noch nach einigen Tagen storniert werden. Nutzen Sie beim Onlinekauf keine Zahlungsdienste wie Western Union oder paysafecard.
  • Kein Einkauf bei Zweifel: Wenn Sie sich unsicher sind, kaufen Sie am besten gar nicht im gewählten Shop. Sie sollten das gewünschte Produkt nur beim Händler Ihres Vertrauens erwerben.

Wenn Sie Opfer dieser Betrugsmasche geworden sind, erstatten Sie mit den gesicherten Unterlagen Anzeige bei der Polizei und kontaktieren Sie Ihre Bank, um möglicherweise Ihr Geld zurück zu bekommen.

Trickbetrüger versuchen erneut ihr Glück

Landkreis Vorpommern-Rügen (ots). Am 31.05.2022 versuchten erneut Trickbetrüger im gesamten Landkreis Vorpommern-Rügen Senioren zu überlisten. Sie blieben erfolglos. In einem Fall war es jedoch knapp.

In der Zeit von 10:30 Uhr bis 17:00 Uhr wurden mindestens 18 Personen angerufen. Ihnen wurde jeweils suggeriert, dass ein nahe stehender Angehöriger- oft sei es die Tochter gewesen- einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht habe und nun in Haft sitzt. Nur gegen eine Kautionszahlung könne sie das Gefängnis wieder verlassen. Dabei wurden von den bislang unbekannten Tätern Geldsummen von bis zu 100.000 Euro gefordert. Glücklicherweise erkannten alle Angerufenen diese Masche, so dass es in keinem der angezeigten Fälle zu einer Geldzahlung kam. Es wurden sechs Senioren aus Stralsund, vier aus Grimmen und Umgebung, jeweils drei von der Insel Rügen und der Nähe von Barth sowie eine Seniorin aus Bad Sülze angerufen. Bei ihr hatten die Täter fast Erfolg.

Die 87-jährige Frau erhielt gegen 11:30 Uhr einen Anruf auf ihrem Festnetztelefon. Ein Mann meldete sich und teilte mit, dass die Tochter der 87-Jährigen einen Verkehrsunfall verursacht habe, bei dem drei Kinder und deren Mutter getötet worden seien. Die Tochter sei nun inhaftiert und könne gegen eine Kautionszahlung in Höhe von 35.000 Euro freigekauft werden. Die Geschädigte ließ sich von einem Taxi zu ihrem Geldinstitut nach Ribnitz-Damgarten bringen und hob die geforderten 35.000 Euro von ihrem Konto ab. Als sie mit dem Taxi auf dem Rückweg nach Bad Sülze war, rief die Bankangestellte die Tochter der Seniorin an und fragte, warum diese so viel Bargeld abhob. Die Tochter machte sich sofort auf den Weg zu ihrer Mutter und nahm sie nach der Rückkehr vom Geldinstitut in Empfang. Es stellte sich heraus, dass es sich um einen Betrugsversuch handelte. Zu einer Geldübergabe kam es nicht. Stattdessen verständigten Mutter und Tochter die Polizei und erstatteten Strafanzeige.

Die Polizei bedankt sich an dieser Stelle bei der Mitarbeiterin des Geldinstituts, die durch ihr umsichtiges Handeln verhinderte, dass der 87-Jährigen ein erheblicher Vermögensnachteil entstanden ist.