Stralsund (ots). Ein 40-jähriger Mann hat innerhalb weniger Stunden mehrfach die Polizei beschäftigt und dabei eine Reihe von Straftaten begangen. Erstmals fiel der Mann am Dienstag (3. November 2026) auf, als er die Begehung von Straftaten ankündigte. In diesem Zusammenhang wurden Strafanzeigen wegen des Verdachts der Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten aufgenommen. Zur Verhinderung weiterer Straftaten wurde der Mann in der Nacht zu Mittwoch in polizeilichen Gewahrsam genommen.
Nach seiner Entlassung auf Anordnung des Amtsgerichts Stralsund am Mittwochmorgen setzte sich das Geschehen unmittelbar fort: Noch vor dem Gebäude des Polizeihauptreviers warf der 40-Jährige eine Mülltonne gegen das Dienstgebäude und versuchte dieses zu beschädigen. Anschließend begab er sich in einen nahegelegenen Einkaufsmarkt, wo er Lebensmittel entwendete. Da er dabei eine Waffe mit sich führte, steht zudem der Verdacht eines besonders schweren Falls des Diebstahls im Raum. Polizeibeamte konnten den Mann kurz darauf vorläufig festnehmen.
Auch im weiteren Verlauf kam es zu mehreren strafrechtlich relevanten Handlungen. So soll der 40-Jährige unter anderem verfassungswidrige Kennzeichen verwendet sowie Polizeibeamte beleidigt, bedroht und genötigt haben. Während seines erneuten Aufenthalts im polizeilichen Gewahrsam spuckte er zudem einen Polizeibeamten an. Insgesamt wurden gegen den Mann im Zeitraum von Dienstagabend bis Donnerstagmorgen acht Strafanzeigen aufgenommen. Die Staatsanwaltschaft Stralsund hat inzwischen einen Antrag auf Erlass eines Haftbefehls gestellt. Die weiteren Ermittlungen dauern an.
