A20/Süderholz (ots). Am Dienstagabend (15. September 2026) kam es gegen 22:00 Uhr zu einem Polizeieinsatz aufgrund eines Falschfahrers auf der Autobahn 20 im Landkreis Vorpommern-Rügen. Mehrere Verkehrsteilnehmer meldeten sich über den Notruf der Polizei und teilten mit, dass ein Fahrzeug entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung auf der A20 unterwegs sei. Nach den bisherigen Erkenntnissen wurde das Fahrzeug zunächst zwischen Anklam und Jarmen in Fahrtrichtung Lübeck gemeldet. Dabei soll es auf der Richtungsfahrbahn in Richtung Stettin unterwegs gewesen sein.
Im weiteren Verlauf wurde das Fahrzeug im Bereich der Anschlussstelle Stralsund durch einen Funkstreifenwagen festgestellt. Der Falschfahrer kam dem Streifenwagen mit sehr hoher Geschwindigkeit entgegen. Dabei kam es zu einer Gefährdung des Funkstreifenwagens, glücklicherweise aber zu keinem Verkehrsunfall.
Im Verlauf des Einsatzes waren insgesamt sechs Funkstreifenwagen im Einsatz. Unter anderem wurden Anschlussstellen geschlossen, um weitere Gefährdungen für andere Verkehrsteilnehmer zu verhindern. Darüber hinaus wurden sogenannte Stop-Sticks bereitgelegt, um das Fahrzeug gegebenenfalls kontrolliert zum Stillstand bringen zu können. Das Fahrzeug konnte im Rahmen der Fahndungsmaßnahmen nicht festgestellt werden. Nach derzeitigen Erkenntnissen handelt es sich um ein hochwertiges, dunkelblaues Elektrofahrzeug. Möglicherweise war das Fahrzeug mit einem norwegischen Kennzeichen versehen. Im weiteren Verlauf besteht der Verdacht, dass der Fahrzeugführer die Fahrtrichtung auf der Autobahn eigenständig änderte und sich damit einer polizeilichen Kontrolle entzog. Die genauen Umstände sind Gegenstand der laufenden Ermittlungen.
Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts der Gefährdung des Straßenverkehrs gemäß § 315c StGB. Polizei sucht weitere Zeugen. Die Polizei bittet insbesondere Verkehrsteilnehmer, die am Dienstagabend gegen 22:00 Uhr auf der A20 unterwegs waren und durch den Falschfahrer gefährdet wurden oder Angaben zum Fahrzeug beziehungsweise zum Kennzeichen machen können, sich zu melden. Hinweise nimmt das Autobahn- und Verkehrspolizeirevier unter 03832657212 entgegen.