Stralsund (ots), In der Nacht zum heutigen Freitag, dem 2. Oktober 2026, meldete sich gegen 00:30 Uhr ein bislang unbekannter Anrufer beim Polizeihauptrevier Stralsund. Der Mann gab an, Nachbar zu sein, und berichtete von einem Streit zwischen zwei Personen in einer Wohnung. Zudem habe er einen Schuss wahrgenommen.
Auf mehrfache Nachfrage der Polizeibeamten zu weiteren Einzelheiten und zur Herkunft der verwendeten Telefonnummer brach der Mann das Gespräch ab. Ein Rückruf war nicht möglich. Die von ihm benannte Straße wurde durch die Polizei überprüft. Hinweise auf die geschilderte Situation oder eine tatsächliche Gefahrenlage ergaben sich dabei nicht.
Bereits in den vergangenen Wochen war es zu einem ähnlichen Anruf im Polizeihauptrevier Stralsund gekommen. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen und prüft einen möglichen Zusammenhang. Dabei besteht der Verdacht des Missbrauchs von Notrufen.
Die Polizei warnt davor, Notrufe oder polizeiliche Einsatzkräfte mit erfundenen Sachverhalten zu beschäftigen. Solche Anrufe können unnötige Einsatzmaßnahmen auslösen und wichtige Ressourcen binden. Auch mögliche Nachahmer sollten sich bewusst sein: Was vielleicht als vermeintlicher „Spaß“ gedacht ist, kann schnell einen echten Polizeieinsatz auslösen und hat nichts mit einem harmlosen Scherz zu tun. Wer tatsächlich eine Straftat oder eine akute Gefahr wahrnimmt, sollte selbstverständlich weiterhin nicht zögern, die Polizei über den Notruf 110 zu informieren. Dabei sind möglichst konkrete Angaben zu Ort und Situation hilfreich.