Stralsund/Barth (ots). Am gestrigen Donnerstag (14.05.2026) wurden der Polizei gleich zwei Auseinandersetzungen unter Nachbarn gemeldet, die nun strafrechtliche Ermittlungen nach sich ziehen.
Im ersten Fall kam es in einem Mehrfamilienhaus in der Stralsunder Altstadt zu einem Streit zwischen Nachbarn. Nach derzeitigen Erkenntnissen klingelte ein 47-jähriger Mieter bei seiner 42-jährigen Nachbarin und forderte sie auf, keinen Müll im Hausflur abzustellen. In der weiteren Folge soll der Mann den dort abgestellten Müll genommen und in die Wohnung der Frau geworfen haben. Zudem habe er ihr für den Wiederholungsfall Konsequenzen angedroht. Die Geschädigte fühlte sich hierdurch nicht nur erheblich eingeschüchtert, sondern dies führte auch zu Ermittlungen wegen des Verdachts der Nötigung.
Ein weiterer Sachverhalt wurde der Polizei gegen 14:15 Uhr in Barth gemeldet. Ursprünglich war mitgeteilt worden, dass es zu Streitigkeiten zwischen einer 26-jährigen Frau und ihrem 30-jährigen Partner gekommen sein soll. Die Ermittlungen vor Ort ergaben jedoch ein anderes Bild. Demnach soll eine 51-jährige Nachbarin die Frau zeitweise in einer Wohnung eingeschlossen haben, um zu verhindern, dass diese zu ihrem Partner gelangt. Darüber hinaus besteht der Verdacht, dass sie über den Mann unwahre Behauptungen verbreitet haben soll. Gegen die 51-Jährige wurden Ermittlungen wegen des Verdachts der Freiheitsberaubung sowie der üblen Nachrede eingeleitet. Die Atemalkoholwerte bei den beteiligten Personen lagen bei über zwei Promille.